Rechte der Bürger

Im Artikel 81 der Verfassung steht, dass Gesetze auch durch einen Volksentscheid abgestimmt werden. Daher sind in der Theorie die demokratischen Grundlagen gelegt.

Aber auch der 21. Artikel der Verfassung von 1968 besagt, dass die Bürger der DDR ein Recht auf Mitbestimmung haben. So steht in diesem Artikel: „Arbeite mit, plane mit, regiere mit!“ sowie dass jeder Bürger ein Recht auf Mitbestimmung und Mitgestaltung hat, welches dadurch gewährleistet ist, dass die Bürger alle Machtorgane demokratisch wählen, an ihrer Tätigkeit und an der Leitung, Planung und Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens mitwirken.

Man sieht hier also eindeutig, dass laut DDR-Verfassung eine Mitbestimmung gefordert wurde, allerdings kaum ihre Umsetzung fand.

 

Somit zeigt sich, dass in der Verfassung der DDR demokratische, aber auch diktatorische Grundlagen verankert waren. Im Theoretischen hatten die Bürger der DDR und die Parteimitglieder das Recht auf politische Mitbestimmung, allerdings wurde diese durch die Vormachtstellung der SED und deren Führung weitestgehend unterbunden.