Im 1. Artikel der Verfassung von 1968 der DDR heißt es: „Die Deutsche Demokratische Republik ist ein sozialistischer Staat deutscher Nation. Sie ist die politische Organisation der Werktätigen in Stadt und Land, die gemeinsam unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei den Sozialismus verwirklichen.“

Hier lässt sich eindeutig erkennen, welche Stellung die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands in dem DDR-System hatte. Sie konnte somit ihren Anspruch auf das alleinige Regieren mit der Verfassung begründen und über grundlegende Ziele und Inhalte der gesellschaftlichen Entwicklung frei entscheiden.

Eine weitere Ursache hierfür war auch das Wahlsystem der DDR, welches durch die Einheitslisten die Sitzverteilung im Parlament vorgab. Nun stellt sich allerdings die Frage, inwiefern die gewählten Volksvertreter frei nach ihrem Gewissen handeln durften, so wie es in der heutigen Bundesrepublik der Fall ist.


Generell kann man sagen, dass die Mitglieder der Volkskammer ihre Meinung nicht vertreten durften, sofern sich diese von der der SED unterschied. Daher kann man sagen, dass hier im keinen Fall der demokratische Gedanke, wie er im Namen der DDR vorkommt, aufgegriffen wird.