Bürgerinitiativen/Bürgerbewegungen in der DDR

 

Bürgerinitiativen stellen einen Zusammenschluss von Menschen dar, die ein gemeinsames Anliegen haben und versuchen dieses durchzusetzen. Die dabei verfolgten Ziele können auf die unterschiedlichsten Bereiche abzielen, sei es Politik, Gesellschaft oder Umweltschutz. In unserer heutigen Gesellschaft werden wir immer wieder mit solchen Initiativen konfrontiert. Das aktuellste Beispiel ist hierbei wohl der Protest der Bürgerinitiative "Leben in Stuttgart - kein Stuttgart 21" gegen den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs.

In der DDR waren solche Aktivitäten jedoch keinesfalls selbstverständlich und nur unter sehr erschwerten Umständen möglich. Protest am politischen System war vor allem in den Anfangsjahren der Deutschen Demokratischen Republik kaum vorstellbar. Viele Dinge sprachen gegen eine bedenkenlose Umsetzung von derartigen Initiativen: Die Versammlungsfreiheit war nur bedingt gegeben und dem Staat gelang es die Bürgerinitiativen selbst zu lenken, weshalb sie offiziell auch den Namen Volkswirtschaftliche Massenintiative trugen. Somit hatte die Regierung großen Einfluss auf die Bürgerbewegung und konnte diese nach Belieben kontrollieren.

Hier können Sie einen Podcast mit ausführlichen Informationen zu dieser Thematik kostenlos downloaden.

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