Gedenkstättenbesuch und Ausbildung zu "Schülerlotsen" an der GÜSt Marienborn

An der Bundesautobahn 2 zwischen Helmstedt und der Ausfahrt Alleringersleben liegt der ehemals größte und bedeutendste Grenzübergang an der innerdeutschen Grenze. Er bestand aus dem „Kontrollpunkt Helmstedt“ und der „Grenzübergangsstelle Marienborn“ (GÜSt) während der deutschen Teilung. Dieser Ort wurde vor allem für den Transitverkehr zwischen Westdeutschland und Berlin aufgrund der Nähe zu West-Berlin genutzt. Dazu taugte dieser dem Reiseverkehr in die DDR, nach Polen und andere Ostlock-Staaten. Dieser Ort war von 1945 bis 1989 Nadelöhr zwischen Ost und West.

Am 1. Juli 1945 errichteten die Alliierten die Kontrollstelle, die im Verlauf des Kalten Krieges immer wichtiger wurde. Allein schon von 1985-1989 wurden hier 34,6 Millionen Reisende abgefertigt. Um die 1000 Menschen arbeiteten auf der GÜSt in den Bereichen Passkontrolle, Zoll, bei den Grenztruppen und als Zivilbeschäftigte.

Am 9. November 1989 wurde die Grenze geöffnet und so konnten die DDR-BürgerInnen die GÜSt Marienborn uneingeschränkt überqueren. Am 30. Juni 1990 um 24.00 Uhr -auf den Tag genau nach 25 Jahren- wurden die Kontrollen auf der GÜSt Marienborn eingestellt.

 

Im Laufe unseres Projektes nahmen vier Schülerinnen an dem Projekt „25 Jahre Friedliche Revolution, Grenzöffnungen und Mauerfall - Zur Bedeutung des Jahres 1989“ teil. Dabei wurden sie am 3. Juli 2014 zum Vorbereitungskurs zur GÜSt Marienborn eingeladen und dort zu Schülerlotsen ausgebildet. Ihnen wurde alles ausführlich erklärt, sodass sie am 14.Juli 2014 Schülern und Schülerinnen anderer Schulen genaueres über das Jahr 1989 und speziell über die GÜSt Marienborn erzählen konnten. Dieses große Ereignis wurde von der Presse und dem Fernsehen verfolgt und auch ausgestrahlt. Von den Schülern und Schülerinnen gab es dafür überwiegend positives Feedback und auch den Schülerlotsen hat es großen Spaß gemacht anderen Schülern und Schülerinnen Wissen zum Jahr 1989 zu vermitteln.